Der Amokfahrer in Leipzig war wieder einmal ein Mann. Wir müssen reden: über Männer, ihr angeknackstes Selbstbild und ihre Lösungsstrategien.

  • macniel@feddit.org
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    13 days ago

    Damn. Der Text ist ziemlich provokant. Aber in einem hat’s recht, unsere Männer brauchen mehr Hilfe um aus dieser toxischen Männlichkeit (welches dann von infleunzern gern ausgenutzt wird) heraus zu kommen.

  • ComfortableRaspberry@feddit.org
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    13 days ago

    Natürlich wäre es Unsinn, deshalb Fahrverbote für alle Männer zu fordern. Denn es sind ja nicht alle Männer so, bei Weitem nicht. Aber wenn es tatsächlich fast immer ein Mann ist, muss dieses Problem in den Fokus. Gerade weil es hier keine einfachen Lösungen gibt, ist eine gesamtgesellschaftliche Reflexion über das Männerbild unumgänglich. Sie könnte den Alltag sicherer machen, nicht nur in Fußgängerzonen.

    Finde ich ein stabiles Fazit. Das gesellschaftliche Bild von Männlichkeit ist veraltet und passt nicht mehr zur Realität. Wäre doch sinnvoll da was zu ändern

      • 🦄🦄🦄@feddit.org
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        13 days ago

        Bestreitest du, dass es einen Zusammenhang zwischen Männlichkeit und Gewaltverbrechen gibt?

        Edit: Ich gebe mir mal selber eine Schelte, weil ich das vor dem Kommentar hätte überprüfen sollen. Ich finde bspw. über Destatis keine Erfassung des Geschlechts der Täter:innen bei Gewaltstraftaten, nur der Opfer. Weiß jemand mehr?

    • KatherinaReichelt@feddit.org
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      13 days ago

      In Naziforen und AfD-Kommentarspalten liest du bei entsprechenden Attentaten “Nicht alle Ausländer, aber jedes Mal ein Ausländer”. Muss so eine undifferenzierte Hetze gegen Bevölkerungsgruppen hier sein?

      • 🦄🦄🦄@feddit.org
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        13 days ago

        “Nicht alle Ausländer, aber jedes Mal ein Ausländer” stimmt halt auch einfach nicht, eben wie genau in dem Beispiel über das wir hier reden.

  • RalfWausE_der_zwote@feddit.org
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    13 days ago

    Ich weiß mich nicht was mich persönlich mehr an dem Artikel stört, der extreme Sexismus gegen Männer oder der Ruf nach immer mehr Verpollerung der Innenstädte…

    • Witziger_Waschbaer@feddit.org
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      13 days ago

      Wo siehst du da Sexismus? Wenn das Fazit jetzt wäre Männer sind schlecht oder Männer sollen nicht mehr Auto fahren oder Männer sollten aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden, okay. Aber der Schluss, der gezogen wird ist ja, dass wir als Gesellschaft unser Männerbild reflektieren sollten. Und das ist doch nur richtig. Weg kommen vom Mann, der stark sein muss und alles in sich rein frisst bis er explodiert, in welcher Art auch immer. Suizid ist bei Männern auch ein größeres Thema. Offenbar sehen viele Männer keine andere Lösung für ihre Probleme als Gewalt gegen sich oder andere zu wenden. Das ist doch scheiße. Warum können wir uns nicht stärker darauf besinnen, andere Wege aufzuzeigen, als Emotionen zu ersticken bis es kracht? Also ist mir schon irgendwo klar. Reflektiertere, emotional gefestigtere Männer sind sicherlich schwerer davon zu überzeugen, sich für kapitalistische Interessen gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Aber ist halt trotzdem schade.

      • KatherinaReichelt@feddit.org
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        13 days ago

        Realistisch gesehen: Der Täter wurde anscheinend gerade aus der Psychatrie entlassen, aber weitere Details oder gar ein Motiv sind öffentlich nicht bekannt. Mehr wissen wir aktuell nicht. Auf der Basis jetzt abzuleiten, dass das Motiv des Täters jetzt “toxische Männlichkeit” war, ist schlicht und einfach nicht möglich. Wenn man sich jetzt als Zeitung hinstellt und schon in der Überschrift dann Männer als das Problem darstellt, dann ist das halt Sexismus.

        • Witziger_Waschbaer@feddit.org
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          13 days ago

          Hä darum geht es doch einfach gar nicht. Toxische Männlichkeit ist die Ursache dafür, dass Männer es mitunter nicht schaffen, sich ihren Problemen auf eine gesunde Art und Weise zu stellen. “Wie du gehst zum Psychodoc, was bist du denn für ne Lusche” ist das Problem, um das es hier geht. Würde man Männern von klein auf stärker vermitteln, dass es okay ist Hilfe anzunehmen und Hilfe einzufordern, gerade bei emotionalen, mentalen und psychischen Problemen, wäre die Welt doch wohl ein besserer Ort, oder nicht?

    • Holla@feddit.org
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      13 days ago

      Es scheint halt aber deutlich billiger alles zu verpollern als Leuten mit psychischen Problemen zu helfen

  • ominous ocelot@leminal.space
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    13 days ago

    Die Tatsache, dass man viel darüber redet, zeigt dass solche Taten nicht häufig sind. Und dass sie Emotionen auslösen. Die Forderungen gleichen denen der letzten Male. Und wieder gibt es viele, die das Ereignis für ihre eigene Agenda instrumentalisieren, wie jedes mal.

    Der Zeitgeist diktiert, dass jetzt jemand versucht, toxische Männlichkeit mit dem Ereignis zu verknüpfen. Mutmaßlich ohne viel über die Hintergründe zu wissen und mit vorgefertigter Meinung. Die Krankheitsgeschichte des Täters sollte nicht öffentlich sein. Für Schlussfolgerungen über die Beweggründe oder Ursachen reicht das Bekannte nicht aus.

    Obligatorisch: ich möchte nicht das Trauma und den Schmerz der Betroffenen klein reden, bestimmt nicht.

  • sp3ctre@feddit.org
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    13 days ago

    Hui, da möchte aber jemand dringend über toxische Männlichkeit reden. Ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber ausgerechnet hier?

    Solange der Täter jetzt nicht von dem Kaliber “Elliot Rodger” o.Ä. ist, sehe ich ehrlich gesagt gerade keinen Grund dieses Thema hier aufzumachen.

    Psychische Krankheiten sind halt ein Ding. Die gehören behandelt, wenn man sowas verhindern will.

    • 🦄🦄🦄@feddit.org
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      13 days ago

      Toxische Männlichkeit ist aber nicht nur und fängt nicht bei Andrew Tate an. Toxische Männlichkeit ist auch, überhaupt auf die Idee zu kommen, ein Auto als Waffe zu benutzen.

  • Gladaed@feddit.org
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    13 days ago

    Leider wieder ein Artikel der nach einer überlangen Einleitung plötzlich endet ohne etwas zu sagen. Das reicht mir als Kommentar nicht und ist eher ein Diskussionsstart aber ohne Platttform

  • WeHi@feddit.org
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    13 days ago

    Finde den Artikel leider nicht sonderlich gelungen, dabei gibt es hier durchaus Potenzial für eine Diskussion.

    Die Politisierung von solchen Taten, begangen durch Leuten mit Migrationshintergrund, auf der anderen Seite dann aber selber die Staatsangehörigkeit des Täters zu nutzen, um solche Debatten zu kritisieren und vorzuführen, finde ich etwas befremdlich. Ich verstehe aber irgendwo, warum der Author sich dazu entschieden hat.

    Der Aufruf nach mehr Sicherheitsvorkehrungen für Innenstädte in Form von Pollern wirkt recht naiv auf mich. Natürlich mag das ein effektives Mittel gegen die Verwendung von Autos als Waffe sein. Im selben Absatz wird aber auch geschrieben, dass sich Verbotszonen für Waffen wie z.B. Messer kaum wirksam umsetzen lassen. Na, ob jemand der es sich zum Ziel gemacht hat andere Menschen zu verletzen und zu töten, sein Vorhaben aufgibt und sich daraus resultierend als Person, von der keinerlei Gefahr ausgeht, wieder in die Gesellschaft integriert, nur weil jede Innenstadt eine Mauer aus Pollern umgibt?

    Dabei habe ich gar nichts gegen Sicherheitsmaßnahmen, wenn entsprechend umgesetzt. Wenn das Treffen solcher Sicherheitsmaßnahmen, in diesem Kontext, notwendig ist, ist es aber gewissermaßen bereits zu spät. Es mag als Präventivmaßnahme für Amokfahrten funktionieren, aber egal wie viele Poller man in Innenstädten aufstellt, werden diese nichts an einer Radikalisierung oder psychischen Erkrankungen von möglichen Tätern ändern.

    Und an dieser Stelle ist der Punkt bezüglich des Bildes von Männlichkeit im Artikel mit Sicherheit auch interessant. Was bringt denn Männer dazu, sich derart zu radikalisieren, dass sie zu solchen Taten bereit sind? Inwiefern begünstigt ein Männerbild, wie es in der Gesellschaft weit verbreitet ist, solche Prozesse? Wie wirkt sich ein noch toxischeres Männerbild, wie es in diversen Szenen online verbreitet wird, darauf aus und was zieht, vorallem junge Männer dazu hin? Warum sind manche Männer so empfänglich für religiöse Radikalisierung?

    Und hier gilt es meiner Meinung nach, die wahren Präventivmaßnahmen für solche Taten zu finden. Denn im Idealfall möchte man doch einen potenziellen Täter gar nicht erst entstehen lassen. Und ein potenzieller Täter entsteht nicht, weil dieser eines Morgens festgetellt hat, dass er ein Mann ist und daraufhin rausgeht und das Töten beginnt. So ein potenzieller Täter entsteht über einen längeren Zeitraum, durch immer zunehmendere Radikalisierung, oder im Fall von psychischen Erkrankungen durch z.B. mangelnde/ausbleibende Behandlung.

    Wenn man solche Taten wirklich nachhaltig verhindern möchte, bedarf es vermutlich eher sozialgesellschaftlichen Veränderungen, sowie eine Anpassung im Gesundheitssystem, das psychische Erkrankungen und die Behandlungen dieser endlich ernst nimmt.