Soo, ein kleines Update:
Erstmal vielen Dank für die prompte und umfassende Unterstützung!
Ich habe gegoogelt (bzw ecosia-t, Google und deren Dienste habe ich im Lauf der Woche auch schon zu großen Teilen gestrichen) eine gute Anleitung gefunden und ein wenig probiert und so letztlich die Partitionierung manuell komplett neu gemacht, jetzt bootet der Rechner wie er soll und Mint läuft. Das hier war sehr hilfreich dabei.
Sogar mein blöder HP Drucker wird keine 10s nach Herstellung einer Internetverbindung erkannt und funktioniert - dafür musste ich unter Windows deutlich länger kämpfen 😄 wenn der Rest jetzt auch so gut zum laufen kommt bin ich glücklich.
Kleiner Hinweis noch bzgl. Ecosia: die springen auch komplett auf auf den AI Hype, wollen in 3 Monaten Europas größte AI App sein (was auch immer das heißen mag). Natürlich alles schön mit grünem Anstrich, aber naja.
https://t3n.de/news/ecosia-ceo-in-drei-monaten-sind-wir-die-groesste-ki-app-europas-1726345/
https://tldr.nettime.org/@tante/116007184159497598
Und hier noch wie „europäisch“ Ecosia wirklich ist: https://ieji.de/@diogop/115911104869705843
Ich teste nun für mich auf allen Geräten erstmal Qwant. Ist natürlich auch nicht perfekt aber was ist das schon? Es gibt kein ethischen Konsum im Kapitalismus und so…
Der ganze KI-Kram ist mir auch übel aufgestoßen, als ich da vor ein paar Wochen mal vorbeigeschaut habe.
So bleibe ich wohl vorerst bei der Ente, da kann man diesen Mist wenigstens abstellen.
Toll, ein (neuer?) Linux-Nutzer! Falls wirklich neu gebe ich Dir einfach mal ungefragt noch 3 kleine Tipps mit auf den Weg: (sorry falls Du das schon weisst, aber um so besser!)
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Mach’ Backups Deiner Daten. (Eine Kopie ist kein Backup!). (z.B. borg-backup / vorta).
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Benutze einen Passwort-Manager (z.B. keepassxc).
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Installiere keinen Kram aus dem Internet, sondern nur aus dem integrierten Package-Manager (Linux Mint: “Software Manager”).
Viel Spass und Erfolg!
Ja, wenn man von einigen planlosen und kurzlebigen Spielereien vor knapp 20 Jahren absieht bin ich ein neuer Linuxbenutzer. Selbst Schuld Microsoft, wegen euren gesponnenen Anforderungen werfe ich keinen funktionierenden und für mich völlig ausreichenden Rechner weg 😛
Tipps nehm ich immer gern.
Zu 1: ist notiert, ich hab die Woche schon beim sichern meiner Dateien festgestellt dass meine externe “Backup” HDD (die mit der Zeit irgendwie zur Ablage wurde und so eigentlich gar nicht gesichert war) am sterben ist und ich mit Müh und Not noch immerhin das meiste retten konnte und nix wichtiges verloren ging. Ab sofort immer mindestens 2 Festplatten mit den gleichen Daten drauf, richtiges Backup werd ich mir dann auch mal ansehen.
Zu 2. Ich nutze Bitwarden. Grade erst im Zuge der Verabschiedung von gmail alle möglichen Zugänge mal aufgeräumt, neben der Mailadresse auch gleich alle Passwörter in was sicheres geändert und für nicht mehr benötigte Accounts Löschung beantragt. Das war auch ne Arbeit…
Zu3. Macht Sinn. Ich glaube viel werd ich erstmal eh nicht brauchen, Firefox, Libre Office und Thunderbird sind ja bei Mint schon mit drin, mehr brauch eh selten. Krönung wäre wenn ich mein uraltes Garmin Mapsource zum laufen kriege - wenn nicht läuft das halt am ebenso uralten Netbook mit WinXP, Internetverbindung brauchts dafür nicht.
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Und du hast auch ganz sicher bei der Installation nicht mit den Partitionen gespielt?


Das Gericht akzeptiert nur Einreichungen in deutscher Sprache.
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Linux Mint ist keine gute Einsteigerdistro
Warum? Ich bin vor einigen Monaten mit Mint auf Linux umgestiegen (von Windows) und komme bisher gut zurecht.
Keine Distro ist perfekt. Mint macht, dafür worauf es basiert, und dass es versucht relativ “standard” zu sein, vieles gut.
ZB system snapshots by default, oder zumindest irgendeine backup lösung.
Aber da hört es halt schon schnell auf. Cinnamon ist echt eingeschränkt im Vergleich zu KDE.
Vielleicht läuft Wayland mittlerweile, aber ultra spät. Andere Desktops unterstützen es seit 5 Jahren oder mehr.
Mint basiert auf Ubuntu LTS und ist damit ziemlich hinterher was Updates angeht. Okay, aber nicht sehr gut.
Die Versionsnummern sind furchtbar, anstatt einfach das Jahr oder die Version der Upstream-Distro (also Debian 13 -> LMDE 13, Ubuntu 24.04 -> LM 24.04) zu verwenden.
Sie ermöglichen es sehr einfach, proprietäre Überwachungssoftware wie Spotify als uneingeschränktes Systempaket zu installieren, während die aktuelleren und in einer Sandbox laufenden Flatpaks die nicht von den Entwicklern abgesegnet wurden versteckt sind. Nur verified Flatpaks werden angezeigt, was absurd ist, weil stattdessen komplett unlimitiert ebenso unverifizierte .deb Pakete angeboten werden DIE WENIGER SICHER SIND UND ZUGRIFF AUF DEIN KOMPLETTES SYSTEM HABEN. Alleine das zeigt, dass die Entwickler ziemlich verdreht sind.
Mint ist paket-basiert, noch dazu auf Ubuntu. Dadurch findet man sehr leicht Anleitungen. Aber es ist dadurch anfällig für nicht reproduzierbare Fehler, die nicht nur für Anfänger sondern auch Fortgeschrittene extrem schwer zu lösen sind. Ob du es glaubst oder nicht: iOS und Android sind komplett immutable. MacOS meines Wissens auch. Windows ziemlich, und der komplexe Updater macht extrem viele Integritätschecks. Die Systeme haben grafische Knöpfe um das System auf den “Werkszustand” zurückzusetzen.
All das existiert bei Paket-basierten Distros nicht. Die einzige offizielle Variante ist die, die du über die ISO nach dem Installieren auf dem System hast. Schon die erste Installation oder Deinstallation eines Pakets, oder Änderung einer einzigen Config-Datei im System, ändert dein System ziemlich unwiederherstellbar.
Man könnte Dinge machen wie jede apt Aktion aufschreiben (den log exportieren und mit einem Tool so einen “factory reset” erlauben) oder alle System-Einstellungen in /etc über git verwalten. Aber das existiert momentan noch nicht, und es gibt keine gut verwendbaren Tools, um das zu tun.
Mint hat zwar System-Snapshots, die retten dich aber nur zwischen Updates. Sie erlauben nicht, auf ein aktuelles aber neutrales, von den Entwicklern getestetes System zu wechseln.
Fedora Atomic Desktops, uBlue Aurora, Bluefin, Bazzite und andere Image-based Systeme machen es sehr einfach, ein von den Entwicklern (“upstream”) getestetes System zu verwenden, selbst über Jahre hinweg, auch wenn man Pakete installiert.
NixOS erlaubt, selbst alle Konfigurationen in /etc recht reproduzierbar zu verwalten. Dafür ist es aber sehr anders und man findet schlechter Hilfe. Schwerer für Anfänger ist es deswegen nicht unbedingt, man kann Flatpak installieren und es wie einen Atomic Desktop verwenden.
Keine Distro ist perfekt, aber die fehlende Unterscheidung zwischen “System” und “Benutzer-veränderbarem Zeugs” ist ein großes Problem, was Linux wesentlich Fehleranfälliger macht als sämtliche anderen Mainstream-Systeme, von denen Anfänger ja kommen.
Kriterien für mich
- gut getestete aber aktuelle Pakete
- modernen Standards folgend: GNOME oder KDE, Wayland, Pipewire, Flatpak, Portale
- Automatische Backups des Systems, die eine Wiederherstellung bei Problemen einfach machen
- Automatische Updates sämtlicher System- und Benutzerpakete. Das ist extrem selten!
- Einfache Lösungsfindung
- Vertrauenswürdige Infrastruktur (kein Github)
- Unterstützung für den longterm-Kernel
Keine Distro erfüllt diese Kriterien. Mit NixOS oder Fedora Atomic Desktops kann man je ca. 70% dieser Punkte erreichen.
Ich finde schon, aber was würdest du den vorschlagen?
Hab oben geantwortet





