Noch nie gab es so viele Ermittlungsverfahren und Hausdurchsuchungen wegen bloßer Worte. Heute gelten etliche politische Aussagen als strafbar, die noch vor zehn Jahren ganz klar erlaubt waren. Dabei sollten wir gerade in der gegenwärtigen Lage mehr Meinungsfreiheit wagen.
Es sind aber auch ganz klar Polizei und Justiz, das wird im Artikel auch beschrieben. Die Hausdurchsuchungen bei Beleidigungen gehen ja (AFAIK) auf kein neues Gesetz zurück, sondern auf eine andere Praxis von Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten. Ebenso die Verschiebung, was überhaupt als Beleidigung angesehen wird - § 188 StGB ist z.B. zwar eine Strafverschärfung gegenüber der einfachen Beleidigung nach § 185 StGB, aber es wird dadurch nichts strafbar, was nicht auch schon vorher strafbar war.
Wer hat denn die Dienstanweisungen geändert und die Resourcen bereitgestellt? Es müssen die Minister sein, welche von den Parteien besetzt werden. Nur die Richter sind weitestgehend unabhängig, werden aber auch nicht als Problem bezeichnet.
Die Staatsanwaltschaften können sich nicht selber das Budget geben.
https://www.lto.de/recht/justiz/j/referentenentwurf-reform-weisungsrecht-justizminister-staatsanwaltschaften
https://www.bundestag.de/resource/blob/976306/459d0ec2492bcd363f7c00af667a0ee5/WD-7-081-23-pdf-data.pdf
Wenn sich was grundlegend geändert hat wird das nicht von den Staatsanwälten ausgegangen sein.