Was, wenn sich hinter einer Depression plötzlich eine ganz andere Ursache verbirgt? Sabine ist knapp 40 Jahre alt, Mutter, berufstätig und erhält erst nach einem Burnout ihre ADHS-Diagnose. Was als Therapie wegen einer Depression beginnt, wird für sie zu einer Reise voller Aha-Momente: plötzlich ergeben Kindheit, Schule, Beziehungen und Alltag einen neuen Sinn. In dieser Folge erzählt Sabine offen von ihrem Weg zur Diagnose, vom Leben mit ADHS in der Familie und davon, warum eine Diagnose nicht stigmatisiert, sondern befreien kann. Ein ehrliches Gespräch über Selbstzweifel, neue Perspektiven und den Mut, genauer hinzuschauen.
Der Sohn ist gerade in der ADHS-Diagnose und einiges was er durch macht ist mir sehr vertraut - da kommt man schon ins Grübeln.
Vor ein paar Monaten war ich (52) in Reha wegen Depression - die Therapeutin fragte mich unvermittelt ob bei mir nicht in der Kindheit auf ADHS getestet wurde. Naja, damals war das einfach noch kein Thema. Habe die Empfehlung bekommen, eine Diagnose anzugehen.
Gestern habe ich mit ne Kollegin gesprochen (Anfang 60) und gefragt wie sich selbst organisiert. Dass sie ADHS hat, hört man schon nach dem zweiten Halbsatz. Leider hatte sie kein Geheimrezept, sondern nur viel Disziplin und Anstrengung. Es war krass zu hören, wie sie seit Jahren dazu steht, damit umgeht und drunter leidet. Interessant auch zu hören, dass es nicht wenige Betroffene im Betrieb gibt.
Ich denke es gibt eine große Menge Leute, die sich durchwurchteln und arrangieren.